[TRAVEL] Bedenken vor einem Langstreckenflug? Ich habe ein paar Tipps für euch!

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„Hach, wenn nur der lange Flug nicht wäre!“ …wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Klar, man kann seine Zeit schöner verbringen als 10-20 Stunden in einem Flieger zu sitzen…aber die schönsten Reiseziele sind oft entsprechend weit weg. Ich habe nun schon so einige Langstreckenflüge hinter mir und ein paar Tipps für euch, die euch die Zeit im Flieger etwas erleichtern.

Wenn es der Geldbeutel zulässt, Business buchen! Ich bin bei verschiedenen Airlines für die Newsletter angemeldet und da flattern dann eben oft auch die Businessangebote ins Postfach. Da heißt es dann schnell sein und buchen. Ich hatte schon einige Male Glück und konnte für uns „günstig“ Businessflüge erhaschen. Wer viel fliegt, sollte sich beim Bonusprogramm der Airlines anmelden. Manchmal hat man dadurch auch Extras wie mehr Freigepäck. Klar, Businessflüge kosten dann immer noch einiges mehr als ein Economy Flug, aber oft auch 50% günstiger als eben regulär und somit doch eine enorme Ersparnis. Uns ist es das Geld wert, weil der Urlaub dann schon am Flughafen in einer Lounge anfängt.

Im Flugzeug hat man oft Sitze, die zu einem komplett flachen Bett umfunktioniert werden können, die Sitze haben Massagefunktion und diverse Sitzpositionen. Der Service ist um Längen besser. Das Menü ist vergleichbar mit einem guten Restaurant und man bekommt richtiges Porzellan und Edestahlbesteck, was auch noch nice to have ist. Im Airbus A380 von Qatar hatten wir diesmal sogar eine Bar im Business Deck. Da geht die Zeit wirklich schnell rum. Ich komme erholt an, kann durchaus gut schlafen im Flugzeug, so dass ich weniger genervt und gestresst bin. Ich habe meist keinen Jetlag, muss nicht erst mal schlafen…nein, der Urlaub kann direkt beginnen und ich verliere nicht noch einen Urlaubstag. Zudem bekommt man sein Gepäck als Erstes am Band und erhält einen „Passierschein“ für den Zielflughafen mit dem man schneller am Zoll/Emigration Counter vorbeikommt, da es für Business und First gesonderte Schalter und kürzere Laufwege gibt. Das kann unter Umständen sehr lange Wartezeiten ersparen. Trotz allem muss man sich einen Businessflug leisten können oder eben auch wollen.

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Meine Tipps für Langstreckenflüge, egal ob Business oder Eco gebe ich gerne an euch weiter. Ich habe verschiede Urlaubschecklisten erstellt. Eine für die Koffer, Handgepäck und Handtasche.

Bei der Handtasche hat sich bewährt, eine sehr leichte, flexible und robuste Tasche zu wählen, die auch bei Zwischenlandungen bequem zu tragen ist. Nicht zu groß, denn oft ist im Flieger kein Platz größere Taschen zu verstauen und sie werden oft in mit anderen Sachen in ein Fach gequetscht. Mein Liebling für Reisen ist mein Kipling Shopper „Golgin“. Die Tasche lässt sich prima mit den Tragehenkeln über der Schulter tragen und durch den langen verstellbaren Gurt auch crossover. Zudem ist der Gurt auch abnehmbar. Der Clou an der Tasche ist ein Reißverschlussfach durch das sich die Tasche einfach noch Mal vergrößern lässt. So lässt sie sich im Flieger optimal nutzen aber dann auch bei Ausflügen oder Städtetripps ohne Erweiterung und sieht somit etwas schicker aus. Die Tasche gibt es aktuell noch in verschiedenen Designs im QVC Onlineshop  und ist sogar reduziert auf 65,91€/ Best. Nr. 301786. Mit Kipling hatte ich bisher nur gute Erfahrung gemacht, da sie einfach unverwüstlich sind und echt so einiges ab können. Die Inneneinteilung ist zudem funktionell, wie z. Bsp der Schlüsselfinder. Ich dachte ja in Thailand noch ein Schnäppchen machen zu können, da ich gerne noch eine kleinere Kipling hätte. Die Taschen sind in Asien so beliebt und zählen dort als absolutes Must Have. Die Preise jedoch sind dort um einiges teurer als in Deutschland, lohnt sich absolut nicht.

Kipling Bag

So, und was kommt nun mit ins Handgepäck, bzw. in die Handtasche? Folgendes möchte ich griffbereit im Flieger haben und kommt deshalb in die Handtasche:

Bei IKEA hatte ich mir ein aufblasbares Nackenkissen gekauft (um die 6€ mit der family card). Ich hatte schon andere Nackenkissen zum Aufpusten, jedoch solche beflockten Teile, die bei mehreren Stunden nicht so bequem sind, da kein Polster vorhanden ist. Zudem scheuert man sich an den Schweißnähten was auch weh tun kann.  Das Ikea Kissen hat eine  Hülle und ist echt kuschelig. Zudem tut es auch am Strand sehr gute Dienste. Da die Hülle waschbar ist, perfekt.

Es gibt zwar oft ein Boardprogramm mit Filmen, aber ich habe auch einfach gern etwas zu Lesen dabei. Ob in Form eines echten Buches oder E-Book Readers ist letztendlich eine persönliche Sache…oder die des Gewichtes. Lieblingsmusik ist immer gut oder vielleicht auch eine Meditation oder auch geführte Traumreisen sind auf langen Flügen eine angenehme Sache. Gute Kopfhörer, die bequem sind und vor allem die Geräusche um einen herum auch ausblenden, sind mir dabei wichtig. Meine Philips Fidelio in weiß liebe ich! Guter Sound, äußerst bequem und nicht zu groß. Mit In Ear Kopfhören komme ich eher schlecht zurecht, da mir diese schnell weh tun.

Sobald ich meinen Platz eingenommen habe….Schuhe aus und Kuschelsocken an. Die Füße sind dankbar wenn sie nicht in Schuhen eingesperrt sind und gerade auf langen Strecken viel bequemer! Zwischendurch die Füße strecken, dehnen, die Fußgelenke kreisen und Zehen krallen und entspannen geht in Socken viel besser und lockert die Füße, die schnell mal steif werden oder auch „einschlafen“. Ein Tuch/Schal darf bei mir auch nie fehlen, oft zieht die Klimaanlage und ruckzuck hat man sich verkühlt.
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Langstreckenflüge sind für unsere Haut der pure Stress! Die Luft in der Kabine ist trocken, die Klimanalage läuft und die Haut wird schnell gereizt. Das A und O ist wirklich viel trinken und zwar Wasser…..egal wie oft ihr dann auch die Toilette aufsuchen müsst- Körper, Geist und Haut werden dankbar sein für ordentlich Flüssigkeitszufuhr. Ein Platz am Gang ist hier praktischer.

Bei Langstreckenflügen egal ob Nachtflug oder nicht, wird nach einiger Zeit das Flugzeug verdunkelt und die meisten Passagiere dusseln oder schlafen dann. Körper und Geist wird somit dann die nicht vorhandene Nacht vorgegaukelt.

Als Kontaktlinsenträgerin nehme ich dann meine Linsen raus, da so lange Flüge mit Linsen die Augen nur unnötig reizen.  Bei der dm Drogerie kaufe ich für Reisen immer Linsenreiniger, die eine Einmalanwendung in Kunstoffampullen enthalten. Alternativ fliege ich gleich schon mit Brille los.

Ebenso sind eine Schlafbrille und Ohrstöpsel bei mir ein Muss, so kann ich um mich herum alles ausblenden und viel besser zur Ruhe kommen und sogar einschlafen ohne abgelenkt/gestört zu werden.

Ein Minideo und eine Zahnbürste mit Minizahnpasta sind bei langen Flügen ebenfalls unersetzlich. Zahnbürsten bekommt ihr aber auch im Flieger, teilweise auch nur Nachfrage. Solltet ihr Business fliegen bekommt man sowieso ein Amenity Kit mit allem Notwendigen.

Auf langen Flügen schminke ich mich ab, das Make up ist danach eh nicht mehr ansehnlich und so kann ich meiner Haut zwischendurch immer wieder etwas Gutes tun. Anfänglich kam ich mir etwas blöd vor, aber andere machen das auch und hey, ich seh frisch aus wenn ich aussteige 🙂 Hier greife ich immer auf Reisegrößen zurück. Sachets gehen auch, ist mir aber oft zu unpraktisch im Flieger und kann auch schnell mal Schweinerei geben. Zudem einmal angebrochen, lassen sie sich nicht aufbewahren. Denkt nur bitte an die zulässigen Menge für Flüssigkeiten im Handgepäck! (Medikamente zählen übrigens nicht dazu) Meine Must Haves sind: Handcreme, Micellenreiniger, Augencreme, Serum, Gesichtscreme, Lippenbalsam, Gesichtspray, ein Pillow Mist- sprühe ich mir auf mein Nackenkissen und auch eine Tuchmaske gönne ich meiner Haut. Wenn die Kabine abgedunkelt ist, sieht es eh keiner und wie gesagt….es ist meine Haut, die dafür sehr dankbar ist. Gerade wenn man keine 20 mehr ist, sieht die Haut nach so langen Flügen noch gestresster aus und Trockenheitsfältchen sehen dann doppelt so schlimm aus wie sonst eh schon.  Alternativ könnt ihr auch gut eine Gelmaske auftragen, die ist dann wirklich unauffällig, da transparent.

Beauty

Da ich nicht komplett ungeschminkt aus dem Flieger steigen möchte, greife ich auf ein Kompakt Make up zurück, so ist das Gesicht auch gleich gesettet und ich brauch keinen zusätzlichen Puder. Mascara und Concealer mit einem integrierten Pinsel sind noch wichtige Must Haves für mich. Ein Lipgloss oder Liptint und ein Cremeblush in Stiftform geben noch etwas mehr Frische. Eventuell greife ich noch auf einen cremigen hellen Lidschatten zurück, aufgetragen mit dem Finger auf das bewegliche Lid, hebt er das Auge auch noch mal und man schaut wacher aus. Wichtig ist für mich hier wirklich unkomplizierte Produkte zu verwenden, wofür ich nicht noch extra Pinsel brauche oder sonstige Unglücke passieren können und z.Bsp. eine Flüssigfoundation rumkleckst.

Ansonsten ist es wohltuend öfters mal aufzustehen und sich zu bewegen. Bei den Toiletten gibt es oft eine Nische, da kann man auch mal ein paar Streck/Dehnungsübungen machen. Thema Thrombosegefahr, wird leider oft unterschätzt! Am Besten vorher den Arzt befragen, ob man zu den Risikopatienten zählt und ob eine vorbeugende Thrombosespritze sinnvoll ist.

Wem schnell mal übel wird, sollte wirklich zeitig ein Medikament gegen Reiseübelkeit einnehmen um sich nicht zu quälen, zudem braucht das Mittel auch ca 30 Minuten bis es wirkt. Hilft auch gut bei Flugangst, da es auch den Geist entspannt und man etwas müde davon wird. Hier aber bitte immer den Doc/Apotheker vorher befragen! Ansonsten die Flugbegleiter fragen, die nötigsten Medikamente sind an Board und man wird auch auf Nebenwirkungen hingewiesen.

Ein Tipp noch zum Schluss: Online Check in nutzen. Wird meist 24 Stunden vorher angeboten, ist jedoch von airline zu airline unterschiedlich. So habt ihr meist noch die Möglichkeit der Platzwahl. Auch gibt es Seiten im Internet worauf bei der Sitzplatzauswahl zu achten ist um es vielleicht einen Ticken bequemer zu haben. Auch in der Eco gibt es da teilweise große Unterschiede. Ebenfalls von Airline zu Airline, da können Zentimeter entscheidend sein. Fliegt ihr zu Zweit und es gibt Dreier Reihen, reserviert euch den Gangplatz und den Fensterplatz. Ist der Flieger nicht ausgebucht, hat man oft Glück, dass der mittlere Platz freibleibt und hat somit erheblich mehr Freiraum. Die Chance darauf ist im hinteren Teil des Flugzeugs übrigens höher, da beim Check in von Vorne nach Hinten erst mal vollgebucht gebucht 😉 Der Nachteil im hinteren Teil, wenn man zu Reiseübelkeit neigt sind die Luftlöcher dort stärker spürbar, dann lieber einen Platz weiter vorne oder über den Tragflächen wählen.

Das Essen in der Eco ist meist ebefalls mehr schlecht als lecker. Hier empfiehlt es sich auch beim Online Check in spezielle Mahlzeiten auszuwählen, die Auswahl ist groß und da diese nicht in Masse gefertigt werden, schmecken sie oft besser. Hier kann man auch bei Lebensmittelallergien und besondere Ernährungsweisen auswählen. Also auch als Fleischesser mal ein Veggie Menü wählen – schmeckt qualitativ garantiert besser als das Massenmenü was es standardmäßig gibt.

Wie ist eure Erfahrung mit Langstreckenflügen? Was sind eure Must Haves und Tipps? Oder steht ihr noch vor der Entscheidung und es graut euch davor? Wie hat euch der Post gefallen, fandet ihr ihn sinnvoll und konntet etwas Mitnehmen?

Signatur 2015

 

 

 

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[Hotelreview] Aparthotel „Seepanaroma“ im Ferienpark Mirow /Mecklenburgische Seenplatte

Unser Urlaub ist nun schon wieder vorüber und wir sind wieder gut in Hessen angekommen. Abschließend möchten wir euch noch unser Hotel vorstellen, dass während unseres Aufenthaltes unser zu Hause war. Natürlich ist unser Bericht unsere persönliche Meinung.

Lage:

Das Aparthotel Seepanorama und liegt im Ferienpark Mirow in Mirow, Ortsteil Granzow, direkt am Granzower See einem der 1000 Seen der Mecklenburger Seenplatte. Hier kann man zwischen einem Ferienhaus im Park oder einem der 47 Apartements des Aparthotels wählen. Das Aparthotel ist nicht nur für Paare und Familien geeignet, auch Urlauber mit Rollstuhl können hier eine angenehme Zeit erleben und wer einen Hund hat kann diesen auch mitbringen. Für die Apartments sind die Parkplätze gleich neben dem Hotel und sind mit der jeweiligen Apartmentnummer gekennzeichnet so das auch in der Hochsaison immer ein Parklatz gesichert ist.

Strand

Apartment:

Wir hatten ein Apartment der Kategorie „Eisvogel Classic“ Nr. 304. Es war sehr schön hell und äußerst sauber. Ca.55m² groß und auf zwei Etagen verteilt. Hier besteht auch die Möglichkeit eines Zustellbetts.

Apartment 304Unterer Teil:
– Wohnbereich mit zwei Sesseln und einem Sofa auf dem man entspannt fernsehen kann.
– Direkt vom Wohnbereich geht es nach draußen auf die Terrasse, die mit den Terrassen der umliegenden Appartements offen verbunden ist.
– An den Wohnbereich grenzt eine Pantry-Küche in der man sich selbst versorgen kann. Alles ist da. Zwei-Platten-Ceranfeld, Kühlschrank, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Toaster etc.
– Das Badezimmer verfügt wie die Küche über ein Dachfenster welches sehr angenehmes Licht verstreut und sich über eine Fernbedienung öffnen lässt. Außerdem ist ein großzügiger Spiegelschrank, eine Dusche und natürlich eine Toilette vorhanden. Als besonders angenehm empfanden wir morgens die Fußbodenheizung (nur im Bad). Außerdem gibt es noch einen großen Heizkörper über dem die Handtücher gut trocknen können. Handtücher und Bettwäsche wurden gestellt, da brauchten wir nichts mitschleppen. Auch in der Küche war ein Minispülmittel, Geschirrtuch und ein neues Spültuch vorhanden.

balkonOberer Teil:
– Schlafbereich mit einem Doppelbett, zwei Nachttischen und großzügigen Ablagemöglichkeiten.
– Die Fensterfront bietet, wie im Wohnbereich, über eine Schiebetür Zugang auf die zweite Terrasse. Die ist der Hammer, quasi der Adlerhorst. Von hier hat man einen malerischen Ausblick über den See, eine Sonnenliege samt Auflage wartet bereits und dazu Sonnenuntergänge wie im Bilderbuch inklusive.

Eine WLAN-Verbindung für den Zugang ins Internet gibt es nicht in allen Apartements. Das lässt sich aber auf der Internetseite nachlesen oder telefonisch erfragen. An der Rezeption gibt es aber kostenloses WLAN und Sitzmöglichkeiten auf Sofas.

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Hotel-Service:

Mit dem Hotel-Service waren wir sehr zufrieden. Die Damen und der Herr an der Rezeption waren immer sehr nett, aufmerksam und sehr hilfsbereit und sie hatten für die Gäste stets ein offenes Ohr. Auch bei Fragen zu den unterschiedlichen Kategorien der Apartments, finden sich ausreichend Infos und Beispiele auf der Webseite des Aparthotels. Ansonsten am Besten wirklich an der Rezeption anrufen, dort wird individuell beraten, was am Besten den Wünschen entspricht.

Fitmess

Sport und Spa:

Wer es sportlich mag kann natürlich an frischer Luft joggen. Bei schlechtem Wetter kann man das Fitnesscenter oder den Pool im Keller nutzen. Im Hotel eigenen Spa-Bereich kann man sich bei Massagen oder Beauty-Behandlungen entspannen. Außerdem ist es möglich die zwei Saunen und das Dampfbad zu benutzen. Ein dekorativ gestalteter Ruhebereich ist ebenfalls vorhanden.

Sauna

Die sehr symphatische Susi im Spa Bereich verwöhnte mich mit einer Gesichtsbehandlung und einer Kopfmassage…ich wollte gar nicht mehr aufstehen von der Liege 😉 Übrigens werden hier im Spa ausschließlich Produkte von La mer Cosmetics Cuxhaven verwendet. Ich mag die Marke sehr gern, eine gut veträgliche Meereskosmetik, wo es auch vieles ohne reizende Duftstoffe gibt. Susi hat sich mein Hautbild zuerst genau betrachtet, nach Allergien und Empfindlichkeiten gefragt und dann entsprechend die Pflege gewählt. Ich habe mich bei ihr in sehr guten Händen gefühlt, da sie auch eine herzliche und natürliche Art hat, fühlte ich mich gleich wohl. Bei der Fußpflege kommen noch Produkte der Firma Allpressan zum Einsatz, die ja für ihre Cremeschaumprodukte bekannt sind.

Spa

Kinder:

An Kinder ist im Ferienpark natürlich auch gedacht. In der Saison finden Veranstaltungen statt, es gibt Spielplätze und sogar die Möglichkeit seine Kinder betreuen zu lassen. Und der Strand vom Ferienpark wird im Sommer sowieso das Highlight sein.

Gastronomie:

Das Hotel selbst verfügt über keine eigenständige Gastronomie. Im Aparthotel gibt es das Restaurant „Seerose“ mit einem eigenen Pächter. Hier haben wir immer gefrühstückt. Außerdem gibt es noch einen Imbiss und zwei weitere Restaurants auf dem Gelände.
Das Frühstück war prinzipiell gut, die Einrichtung ebenfalls ansprechend und sehr sauber. Ein Kritikpunkt ist das Rührei, dass früh morgens gemacht und bis zum Ende des Frühstücks auf dem Buffet warm gehalten wurde. Es sah jeden Tag grau aus und einfach nicht appetitlich, auch schon morgens um 8:30 Uhr. Das Angebot, je nachdem wer den Service gemacht hat, unterliegt  gewissen Schwankungen. Mal gab es 4 Säfte mal nur einen. Orangensaft sehr selten, was eigentlich am Meisten bevorzugt wird. Auch wurde kein Wasser angeboten. Mal gab es Teller, mal keinen und das Buffet wurde meistens nicht nachgefüllt. Die Gastfreundlichkeit im Restaurant „Seerose“ lies sehr zu wünschen übrig. Das Entbieten eines Tagesgrußes von Seiten des Personals war Glückssache. Das Personal trug normale Straßenkleidung und auch keine Schürze, man musste erst mal ausfindig machen wer hier bedient oder Gast ist, das ist zuerst nicht so klar. Öfters war die Bedienung verschwunden und unsere Wünsche wurde manchmal etwas widerwillig oder erst nach einer unnötigen Diskussion erfüllt. Insgesamt fühlten wir uns in dem Restaurant nicht wohl und auch nicht willkommen. Gastfreundschaft geht anders, da standen wir mit unserer Meinung auch nicht alleine da, wie wir von anderen Gästen mitbekommen haben. Mein Mann kommt ja ursprünglich aus dem Gastronomie Bereich und ist gelernter Koch und hätte am Liebsten mal eingegriffen. Auf eine Mahlzeit zum Mittag oder Abend haben wir aus diesen Gründen verzichtet. Aber wie bereits erwähnt, hierauf hat das Aparthotel selbst keinen Einfluss. Alternativ kann man sich Brötchen im Shop im Ferienpark holen und das Frühstück auch im Apartment einnehmen oder im Restaurant „Pfannkuchenhaus“ auf dem Gelände des Ferienparks frühstücken. Das sind auch nur ein paar Schritte zu Fuß.

Einer der vielen schönen Sonnenuntergänge von unserer Terrasse aus:

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Fazit: Das Aparthotel Seepanaroma bietet eine sehr familiäre Atmosphäre und wir haben uns rundehrum wohlgefühlt und können dies uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Lage direkt am See ist ein Traum und gerade im Herbst war es herrlich ruhig zum Entspannen. Ausflüge und Unternehmungen gibt es reichlich, langweilig wird es sicherlich nicht, da ist für jeden Geschmack etwas dabei…und ist das Wetter mal so richtig mies…ab in den Spa und verwöhnen lassen!

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Wir bedanken uns recht herzlich für die Kooperation beim Tourismusverband der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort könnt ihr auch unsere Tagebucheinträge unserer Ausflüge nachlesen. Des Weiteren ein herzliches Dankeschön an das Aparthotel Seepanorama/All Season Parks für die hervorragende Unterbringung.

Von Neubrandenburg nach Neustrelitz

Unser erster Weg führte uns heute nach Neubrandenburg. Die “Stadt der vier Tore”. Vier Tore, wegen der vier gotischen Stadttore, die die Stadt umgeben. Wir liefen einen großen Teil der Stadtmauer entlang. Bemerkenswert waren die in die Mauer eingebauten Wiekhäuser und die imposanten Stadttore. Auf unserem Weg durch die Stadt begegnete uns eine Mischung aus sanierten DDR-Plattenbau und norddeutscher Backsteingotik. Auch hier gab es immer wieder verwunschene Ecken. Wir schauten uns die sehenswerte Konzertkirche (St. Marien) und die ehemalige Klosteranlage mit Klosterkirche St. Johannis an. Zum Abschluss bummelten wir über den Markt, wo sich unsere Taschen schnell mit Leckereien aus der Region füllten.

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Neustrelitz war unser zweites Ziel. Wie spazierten am Neustrelitzer Stadthafen entlang. Hier gibt es viele Restaurants, Cafés eine Kaffeerösterei aus der es verlockend duftete und Hotels die zum größten Teil in den drei Speichergebäuden untergebracht sind. Anschließend fuhren wir in die Stadtmitte.

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Die barocke Residenzstadt Neustrelitz wurde um einen recht großen quadratischen Marktplatz angelegt. Vom Marktplatz gehen acht gerade Straßen in alle vier Himmels- und Nebenhimmelsrichtungen ab. Über eine dieser Straßen gelangt man zur Orangerie und zur überaus schönen Schlosskirche.

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Essen waren wir im “QuerBeet” am Stadtrand von Neustrelitz, rechts von der Einfahrt, die zum Slavendorf führt. Hier wird so gekocht wie wir es mögen. Die Produkte sind frisch, BIO und aus der Region. Es gibt eine kleine feste Karte die durch ein üppiges Angebot an wechselnden Tagesgerichten ergänzt wird. QuerBeet

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Die Gegend der Mecklenburgische Seenplatte gefällt uns sehr, vor allem dass wirklich rundherum Wasser ist und man immer wieder ein nettes Plätzchen am Ufer eines Sees entdeckt, sei es zum Verweilen oder zum Spazieren gehen.

Signatur 2015

…ein bärenstarker Tag im „Bärenwald Müritz“, ein Tierschutzprojekt von Vier Pfoten!

Am Sonntag ging es ab nach Stuer, an den Südzipfel des Plauer Sees. Unser Ziel? Der Bärenwald Müritz. Dieser ist ein Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN. VIER PFOTEN hilft unter anderem Braunbären aus schlechter Haltung. Sie verhandeln mit den Besitzern um die Herausgabe der Bären um sie in einem der Bärenwälder artgerecht unterzubringen.

Als wir ankamen wartete Gisela Hentschel (ehrenamtliche Mitarbeiterin) mit ihrem Hund Alex schon auf uns. Sie war unsere Führerin durch den Wald und die Botschafterin der Bären. Wir erfuhren fast alles über das Leben, die Bedürfnisse und auch das Leid welches den Bären widerfuhr bevor Sie hier her kamen. Sie zeigte uns die Bären in ihrem natürlichen Lebensraum. Die meisten haben sich gut erholt. Bei einzelnen Bären kann man allerdings sehen, dass die falsche Haltung zu nachhaltigen psychischen Schäden geführt hat – zusätzlich zu den körperlichen Schäden, die ihnen durch die falsche Haltung entstanden sind.

Zuerst ging Gisela mit uns auf den Gerätehof. Dort zeigte sie uns eine Transportkiste mit der die Bären von ihren Vorbesitzern abgeholt werden. Dann gingen wir in den Operations Bereich wo bei Bedarf Operationen oder andere komplexe medizinische Behandlungen durchgeführt werden. Hier zeigte sie uns und die Nachbildung eines Bären-Schädels, Zähne und Krallen. Nach dem kleinen Ausflug in die Anatomie gingen wir in den Teil, wo für das leibliche Wohl der Petze gesorgt wird – die Futterküche. Wir konnten gar nicht glauben was so ein Bär an einem Tag verputzt. Das können bis zu 17kg Futter sein. Das macht ca. 4400€ pro Jahr und Bär. an Futterkosten. Es gibt nur vom Feinsten, keine Abfälle und auch die Vorlieben jedes Bären werden berücksichtigt. Hanna z.B. kommt aus einer Haltung wo Sie nicht bärengerecht gehalten wurde, aber sie wurde was das Futter angeht sehr verwöhnt. So hat sie eine Vorliebe für gekochtes Hühnchen und frisst kaum etwas anderes. In der Futterküche hängt ein Plan wieviel jeder Bär pro tag zu futtern bekommt. Das ändert sich immer wieder mal etwas, je nach Jahreszeit oder Laune des Bärs…kenn wir ja auch von uns 😉

Futter

Ja, Bären sind in der Regel Allesfresser, fressen also auch Fleisch. Deshalb gibt es auch ein Kühlhaus und ein Tiefkühlhaus. In dem Kühlhaus stehen die pflanzlichen Futtermittel, Äpfel, Trauben, Gurken, Avocados etc. und in dem Tiefkühlhaus lagert das Fleisch, vorwiegend Wild und als besondere Leckerbissen Fisch. Im Vorraum zu den Kühlhäusern lagert Hunde-Trockenfutter, Nüsse und Honig, als Leckerlies, was die Bären sehr mögen. Das gesamte Futter wird zugekauft, es gibt auch gelegentlich Futterspenden, wie Obst von Bürgern, die Obstbäume haben oder Wild vom Jäger. Um die Bären zu beschäftigen werden sogenannte Enrichments verwendet. Das ist spezielles Spielzeug in denen Futter versteckt wird und die Bären Geduld und Zeit aufbringen müssen um an die Leckereien zu kommen.

Foto unten: Michal, der nur noch drei Beine hat. Ein Bein hat er im Kampf in der miseralblen und viel zu engen Haltung gegen einen anderen Bären verloren. Man merkt ihm es aber kaum an, wenn man ihn sieht…erst auf den 2. Blick-er ist sichtlich aufgeblüht und buddelt sogar Höhlen.

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Unsere Führung begann an dem Punkt der sich „Rollentausch“ nennte. Hier bekamen wir von Gisela eine Pappbrille die uns die Sicht nahm. Wir gingen in einem dunklen Gang, mit entsprechender akustischer Umrahmung konnten wir nach empfinden wie ein Zirkusbär auf seinem Gang in die Manege fühlen muss. Anschließend gingen wir zum ersten Gehege. Da trafen wir den 2,10m großen Bären Lothar. Lothar konnten wir beim trinken beobachten. Danach ging es weiter zu einem Tier Zirkuswagen, der sinnbildlich für die schlechte Haltung und Misshandlung der Bären steht. Hier erfuhren wir, aus welch üblen Umständen die einzelnen Bären kamen und Gisela zeigte uns Bilder wie die Bären vor ihrer „Befreiung“ aussahen. Erbärmlich! Auch eine Art Zwinger steht als Beispiel im Park wo Bären in Osteuropa als Restaurant Bären zur Belustigung der Gäste neben dem Restaurant stehen. Könnt ihr unten auf dem Foto sehen. Zum Vergrößern anklicken.

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Weiter ging es vorbei an den sehr großzügigen Gehegen in denen die Bären heute ihr Leben ausleben können und das so wie sie wollen, einfach bärig. Der Bärenwald ist 16 Hektar groß und kann für max. 24 Bären ein zu Hause sein. Durch den Wald fließt ein natürlicher Bach und in den Gehegen gibt es Teiche in denen die Petze baden können. Da sich die Bären frei bewegen, ist es Glückssache ob und wo man einen Bären sieht…aber sie sind auch neugierig 😉 Es war sehr eindrucksvoll Bären einmal so natürlich nah sein zu dürfen. Gleichzeitig war es auch berührend zu sehen wie gut es den Bären jetzt geht….und ist so ein Bärenpopo nicht herzig?

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Ein Besuch des Bärenwaldes ist eine absolute Bereicherung für die ganze Familie, auch den Kids wird hier immer wieder etwas geboten, dass keine Langweile aufkommt. Zudem betreibt der Bärenwald ein Bio-Bistro, in dem es sehr leckere vegetarische Gerichte gibt und das zu humanen Preisen. Bei einen geführten Besuch durch den Park, erfahrt ihr zudem wesentlich mehr zu den einzelen Bären und viel mehr Hintergrundgeschichten- lohnt sich auf jeden Fall!

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Natürlich freut sich der Bärenwald auch über eine finanzielle Spende, da er hierauf wirklich angewiesen ist. Hier kommt wirklich jeder Cent den Bären zu Gute, sowas sollte unbedingt mehr unterstützt werden. Ich hoffe und wünsche, dass noch einige Bären aus solch miserablen Haltungen gerettet werden können und hier ein 2. bärenwürdiges Leben finden.

Mehr Infos zu der Einrichtung findet ihr hier -> Bärenwald Müritz . Vielen Dank an den Bärenwald Müritz, die uns sehr herzlich empfangen haben! Unser Besuch erfolgte mit freundlicher Unterstützung des Tourismusverbands der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort gibt es auch ein Reisetagebuch von unserem Urlaub im Land der 100 Seen.

Signatur 2015

Urlaub im Land der 1000 Seen

…wer mir auf Instagram, Facebook oder twitter folgt, hat es schon mitbekommen…das Reisefieber hat wieder gelockt und wir verbringen 10 Tage an der Mecklenburgischen Seenplatte um ein wenig den goldenen Herbst zu genießen.

Ich bin sehr beeindruckt von der Landschaft und wenn Wasser um mich herum ist, bin ich eh happy und meine Lungen auch. Die lange Autofahrt hierher hat sich gelohnt;-) Und Wasser gibt es hier wirklich genug! Wir haben schon ein paar Ausflüge gemacht, hier gibt es unendlich viele Möglickeiten etwas zu unternehmen.

Unser erster Ausflug ging nach Röbel/Müritz. Röbel ist ein kleines Städtchen im Südwesten der Seenplatte. Dafür das es so klein ist, hat es aber jede Menge zu bieten. Wir parkten hinter der St. Nicolaikirche gingen dann über den Marktplatz in den Ortskern. Dieser besteht aus vielen farbenfrohen Fachwerkhäusern, die von kleinen Vorgärten gesäumt sind. Weiter ging es zur Windmühle die auf dem ehemaligen Burgberg steht. In der Windmühle finden Ausstellungen statt und wir hatten einen wunderschönen Blick in die Weite. Danach plagte uns ein kleines Hüngerchen was wir mit einem Fischgericht im “Fischhaus Meyl” auf der Straße des Friedens stillten. Einfach, sympathisch und lecker! Ein Fischladen mit Selbstbedienung und Tischen und Stühlen im Hof.

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Gestärkt und im “Höhenflug” ging es auf den Kirchturm der St. Marien Kirche. Bemerkenswert ist der Aufstieg. Der führt über eine sehr enge Wendeltreppe aus Stein, die dann im oberen Drittel von steilen Holztreppen abgelöst wird. Der Aufstieg hatte sich gelohnt. Das Wetter war klar und wir hatten einen sehr schönen Blick über Röbel und die Gewässer. Zum Schluss gingen wir noch zum Hafen. Achja… Eis gab es auch. Wir haben uns drei Kügelchen gegönnt. Das darf man im Urlaub.

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Unsere zweite Entdeckungstour führte uns zuerst nach Waren an der Müritz. Die größte Stadt an der Müritz, dem größten Binnensee Deutschlands. Wir bummelten über die Uferpromenade von der Steinmole zum Yachthafen in die Altstadt. Viele Geschäfte und Restaurants laden zum verweilen ein. Vom Yachthafen gehen regelmäßig Bootstouren auf die Müritz. Waren war schön, aber wir fanden es jetzt nicht besonders.

Von Waren fuhren wir nach Malchow. Schon mal was von einer Inselstadt gehört? Kein Inselstaat, nein eine Stadt. Um über den Malchower See auf die Insel zu kommen fuhren wir über einen Damm. Am Ende des Damms parkten wir und gingen von dort zu Fuß durch die Altstadt.

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Am anderen Ende der Inselstadt verbindet eine Drehbrücke die Insel über den Fleesensee mit dem Festland. Zur vollen Stunde werden die Schranken geschlossen, der Verkehr über die Brücke wird dann unterbrochen. Die Zuschauer (Touristen wie wir) nehmen Platz. Auf großzügig aufgestellten Bänken oder in den umliegenden Restaurationsbetrieben die sogar Liegestühle mit der Aufschrift „Boote schauen“ anbieten. Dann beschreitet der Brückenwärter die Brücke und dreht mit einer Fernbedienung die Brücke in Richtung Festland. Die Show hat begonnen. Wer es sich bequem macht und mit seinen Armen auf der Schranke auflehnt wird vom Brückenwärter direkt darum gebeten diese nicht abzubrechen. Wenn der Skipper zu langsam fährt bekommt er das auch gleich zu hören und wer sich an Regeln der Seefahrt nicht hält erfährt das auch sofort. Kurzum, wir bekamen eine unterhaltsame Show geboten bei der wir den Eindruck gewannen das es nur einen geben kann der alles Richtig macht. Der Brückenwärter. Wer danach noch Fragen hat bekommt diese vom „Lord of the Bridge“ ohne Umschweife beantwortet. Als alle Schiffe hindurch gefahren waren, wurde die Brücke wieder geschlossen. Der Verkehr konnte wieder rollen und auch die Fußgänger konnten wieder den Weg auf die andere Seite nehmen.

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Apropos andere Seite. Genau da ist „Dat Fischhus“. Ein Restaurant mit Außenbereich und Blick auf die Drehbrücke. Hier kann mann üppige warme Speisen oder wie wir einen Imbiss genießen. Geräucherter Butterfisch mit hausgemachten Kartoffelsalat, dazu eine alkoholfreies Weizen und unsere Seele war glücklich. Ein wirklicher Tipp, weil sehr nette Bedienung und super Essen. Auch was wir auf den Nachbartischen sahen machte Appetit. Gestärkt bummelten wir über das Festland. Gemütliche und liebevoll restaurierte Häuser, zwischen drin immer wieder Gassen die den Blick auf das Wasser oder auf das Grün in den Gärten freigeben. Malchow hat uns gefallen , weil es einfach Charme hat.

Wart ihr schon mal an der Mecklenburgischen Seenplatte unterwegs? Wo hat es euch besonders gut gefallen?

Signatur 2015

Die Reise ist zum Teil eine Kooperation mit dem Tourismusverband \“Mecklenburgische Seenplatte\“ e.V.

[Travel] Reise zu den Wurzeln von Yves Rocher nach La Gacilly in die Bretagne

Wer mir auf Instagram, facebook oder twitter folgt, hat es ja sicherlich mitbekommen. Mit ein paar Bloggerkolleginnen ging es letzen Monat für 3 Tage nach Frankreich in die Bretagne nach La Gacilly. Yves Rocher hatte uns eingeladen gemeinsam die Wurzeln der Kosmetikmarke zu erkunden.

Vom Flughafen Frankfurt ging es sehr früh morgens nach Paris wo wir noch einmal umsteigen mussten um nach Rennes zu fliegen. Von dort aus fuhren wir mit unserem Grüppchen weiter bis nach La Gacilly.

Aufgekratzt und übermüdet kamen wir im Eco Hotel Spa La Gree des Landes an, welches auch zur Yves Rocher Gruppe gehört. Das Hotel hat ein sehr interessantes ökologisches Konzept und wurde diesbezüglich auch schon ausgezeichnet. Da unsere Zimmer noch nicht bezugsfertig waren, haben wir unsere Koffer untergestellt und uns direkt zum Mittagessen in den beschaulichen Ort La Gacilly begeben.

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Sehr typisch für die Bretagne sind Crepes, die herzhaft und süß serviert werden. Die herzhaften waren aus einem dunkleren Teig gearbeitet und nennen sich Galettes bretonnes (Bretonische Buchweizenpfannkuchen). Sie waren unglaublich fluffig und knusprig zugleich. Dazu trinkt man hier gerne einen Apfel Cidre, der ebenfalls aus dem Umland kommt. Sehr fruchtig-erfrischend, jedoch bei der Hitze die wir dort hatten, nicht so ungefährlich zum Mittagessen 😉  Dieser wird übrigens aus den typischen Tassen dafür getrunken. Solltet ihr mal in der Bretagne sein, kann ich euch nur raten diese Köstlichkeiten einmal zu probieren.

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Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang durch den Ort. Dort fand gerade das alljährliche Photofestival statt, welches jedes Mal unter einem anderen Thema steht. Dieses Jahr geht es um den Mensch, die Natur und um Tiere. Die Künstler stammten aus Italien und die Bilder stammten aus aller Welt. Sehr spannend, teilweise sehr ergreifend und auch traurig, aber immer mitreißend. Zudem hat ja jeder Fotograf seinen Stil, was das Ganze sehr abwechslungreich machte. Das Interessanteste an der Ausstellung ist, dass sie unter freiem Himmel stattfindet. Die Fotos hängen im ganzen Ort verteilt, teilweise riesengroß an den Fassaden und in einem Gartenlabyrinth mitten im Grünen. Dazwischen überall Ruheoasen mit Liegestühlen, eine ganz besondere Atmosphäre! Das Festival ist sehr bekannt und zieht sehr viele Besucher aus aller Welt her und ist absolut sehenswert, auch wenn man sonst nichts mit Kunst am Hut hat.

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Gegen Abend konnten wir dann einchecken und jeder von uns bekam ein Zimmer mit Terrasse ins Grüne. Es gibt lediglich 29 Zimmer, was sehr angenehm ist, da es hier gemütlich und nicht wie im Bienenstock zugeht.

Interessant ist, dass das Hotel keine Klimaanlage besitzt, es dennoch angenehm kühl ist. Beim Bau wurde der Kamineffekt genutzt. Nachts werden alle Fenster und Türen geöffnet, die frische, kühle und sehr reine Luft der Bretagne zieht so von unten nach oben durch das Hotel. Wir wunderten uns auch anfänglich über das zarte Lüftchen was durch Hotel zog, obwohl es eindeutig war, dass keine Klimaanlage existierte. Die Zimmer sind so konzipiert, dass die Sonne nur bis zur Terrasse scheint, jedoch nicht ins Zimmer- somit heizt sich dieses auch nicht auf. Auch die Inneneinrichtung ist komplett biozertifiziert, von der Wandfarbe bis hin zur Matratze/Betttwäsche. Im Bad gab es Bio Produkte von Yves Rocher in großen Pumpspendern. Da hat mir das Shampoo total gut gefallen, muss ich mir unbedingt besorgen! Ich habe außergewöhnlich gut geschlafen, was ich bei Kurzaufenthalten in Hotels eher weniger habe 😉 Ich bin ein echt schlechter Schläfer, der immer eine Weile Eingewöhnung braucht. Diese Ruhe brachte mich sofort runter, der Stress fiel ab und diese saubere, klare Luft tat meinen Asthma gebeutelten Lungen total gut.

Auch sonst wurde alles sehr resourcenschonend ausgestattet/gebaut. Zum.Bsp. wird auch das gesamte Brauchwasser in einem mit Schilf bepflanzten Filterbecken wieder aufbereitet und wieder verwendet. Es wurden viele Flächen als Wildwiese belassen als Lebensraum für Insekten, Vögel und kleine Reptilien. Überall auf dem Grundstück gibt es Insektenhotels. Ich könnte euch noch viel mehr darüber erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen, auf jeden Fall ist hier alles bis ins kleinste Detail ökologisch durchdacht.

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Das Abendessen konnten wir aufgrund der sehr warmen Temperaturen draussen auf der Hotelterrasse einnehmen und dabei auch noch den traumhaften  Sonnenuntergang genießen. Wie es sich für ein Eco Hotel gehört, gab es auch entsprechend nur Lebensmittel aus der Region, nichts wurde von wer weiß woher eingeflogen, gekocht wurde, was es eben gerade so jahrezeitlich gibt. Der Koch des hoteleigenen Restaurant „Les Jardins Sauvages“ ist Gilles Le Galles, ein Sternekoch aus Paris und hat uns aufs Feinste in den 3 Tagen verwöhnt. Allergien, Essgewohnheiten wurden dabei immer berücksichtigt und alles war absolut traumhaft. Es wurde sehr viel mit essbaren Blumen und Kräutern aus dem hauseigenen Garten gekocht, so dass jedes Mal aufs neue Geschmacksexplosionen den Gaumen überraschten.

DinnerDas Ambiente ist einfach traumhaft, wer hier nicht abschalten kann und die Seele baumeln lassen kann…dann weiß ich auch nicht! Wir waren allerdings auch eine sehr lustige Truppe und wir hatten unheimlich viel Spaß miteinander, so dass die Abende lang wurden und wir die Müdigkeit ignorierten.

Am nächsten Morgen begann der Tag mit einem klassischen französischen Frühstück…ich liebe die Backwaren in Frankreich, es schmeckt nach Kindheit und alles noch so ursprünglich wie früher. Und in netter Runde schmeckt es gleich nochmal so gut, oder? Übrigens gab es sogar Bio Tees aus eigenem Anbau und Honig von Yves Rocher aus La Gacilly, den man auch käuflich im Glas erwerben kann.

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Frisch gestärkt ging es los, wir bekamen eine Hotelführung über das Gelände und die unglaublich symphatische Ann-Sophie vom PR Team von La Gacilly erklärte uns alle Einzelheiten zur Entstehung, Planung und Bau des Hotels unter der Berücksichtigung der ökologischen Eigenschaften, bei der auch ein Biogeologe beratend zur Seite stand.

Hotel

Das Hotel fügt sich flach in die Landschaft ein, das kleine Baumhaus ist mehrere Stunden buchbar für besondere Spa Behandlungen, ideal für Paare im Honeymoon 😉 Der Kräutergarten ist direkt vor dem Restaurantbereich und der Koch konnte hier beim Pflücken der Kräuter und Blüten beobachtet werden. Frischer geht es nicht. Die Bereiche im Hotel sind alle sehr luftig, einladend und hell gestaltet, überall gibt es chillige Plätzchen die einladen zur Ruhe zu kommen. WLAN gibt es hier nur im Barbereich, da man auf die Strahlen im Zimmer verzichten möchte, zudem soll der Gast ja auch bewusst mal abschalten 😉

Hotel2

Anschließend zeigte uns Anne-Sophie etwas Besonderes. Das Geburtshaus/Elternhaus von Yves Rocher. Das Haus ist nicht als solches gekennzeichnet und wir sind tagszuvor schon daran vorbeigelaufen, als wir den benachbarten Maccaron Laden aufsuchten :D. Das Haus ist nicht öffentlich zugänglich und immer noch im Familienbesitz. Anne Sophie hat den Schlüssel für uns besorgt und wir wurden direkt hinter der Eingangstür in eine andere Zeit versetzt. Im Haus durften wir auch keine Fotos machen, so dass ich euch nur 2 offizielle Pressefotos mit in die Kollage einfügen kann, diese sind leider weichgezeichnet, aber man kann erahnen wie es sein musste. Wir konnten es sogar riechen und erleben! So ein altes Haus hat einfach Charisma! Im Erdgeschoss hatten die Eltern von Yves Rocher ein Stoffwarengeschäft, Kurzwaren mit Änderungsschneiderei. Da sein Vater schon früh verstarb, musste er schon als Teenager mit im Laden helfen. Seine Leidenschaft galt jedoch den Pflanzen. Er lernte durch einen Heiler aus dem Ort, viel über Pflanzen und ihre Wirkung kennen und war davon so fasziniert, dass er auf dem Dachboden des Hause zu experimentieren anfing.

YR Haus

Es gab 2 Räume, in dem kleineren fing er mit der Produktion seines erstes Produktes an, eine Feigwurzcreme, die gegen Hämorroiden half. Die Gerätschaften dazu, stehen noch originalgetreu auf dem Dachboden. Er verkaufte sie anfänglich auf Märkten und fuhr im Umkreis herum und bot diese an. Seine Kundschaft war begeistert und schrieb ihm Dankesbriefe, diese liegen in Kopie sogar im Haus aus. Das größere Zimmer nutze er als Büro und hier wurde dann später auch verpackt. Auf dem Dachboden hatte man das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben und Yves Rocher könnte jeden Moment wieder hereinkommen und weiter arbeiten….war schon ein besondere Stimmung in dem Häuschen. Y.R. wollte mit seinem Produkt einfach noch mehr Leute erreichen, jedoch war La Gacilly und die Umgebung nun mal keine Großstadt, so dass er ein Werbeblättchen entwarf und dies versendete, so dass Leute bei ihm per Post bestellen konnten und das taten sie! Sehr schnell wuchs das kleine Unternehmen an und Yves Rocher bekam die Idee auch Kosmetik für Frauen mit Heilpflanzen zu machen und diese unter seinem Namen zu vermarkten. Überall wo er sein Konzept vorstellte, wurde er ausgelacht! Kosmetik mit Pflanzen? Für Frauen und dann noch mit einem Männernamen versehen!..jeder redet es ihm schlecht. Das jedoch motivierte ihn um so mehr und er begann für sein Ziel zu kämpfen… was daraus wurde wisst ihr ja alle!

La Gacilly hat ca 2400 Einwohner, 2000 arbeiten für das Unternehmen, der Ort wäre niemals das geworden was er heute ist. Viele hätten den Ort sonst verlassen um sich Arbeit in der Stadt suchen zu müssen.

Weiter ging es zum Botanischen Garten von Yves Rocher, für mich als ehemalige Floristin doppelt spannend.  Es gibt über 1000 Pflanzen aus dem medizinischen & kosmetischen Bereich, die hier seit 1975 gesammelt und angepflanzt werden. Auch sehr alte Sorten und vom Aussterben bedrohte Pflanzen werden neu kultiviert und zwischen anderen botantischen Gärten ausgetauscht. Es gibt Pflanzen der Kosmetik, ethnobotanische Pflanzen, Duftpflanzen, Kräuter und und und…

Hier hätten wir uns noch Stunden aufhalten können, denn wir hatten das Glück die deutsche Gärtnerin Britta zur Seite zu haben, die schon seit 8 Jahren dort arbeitet und der Liebe wegen in der Bretagne hängen geblieben ist. Sie konnte uns natürlich sehr viel und mit großer Leidenschaft und Freude erzählen.

Besonders interessant waren Beete, die nach den Produkten von Yves Rocher angepflanzt wurden. Da der Garten öffentlich zugänglich ist und das auch kostenlos, kann der Besucher am jeweiligen Beet sehen welche Pflanzen in welchem Produkt verabeitet sind. Vor dem Beet steht immer der Name des Produktes auf einem Täfelchen und auch die Pflanzen im Beet sind beschriftet. Sehr spannend!

Bot. Garten

Auf dem Grundstück befindet sich noch der Versand der Produkte, alle Produkte werden in La Gacilly produziert, verarbeitet und von dort versendet.

Des Weiteren befindet sich das L´Herbier Cosmetique Végétal auf dem Gelände. Dort gibt es ein Labor, zudem werden hier die Pflanzen, die frisch geerntet worden sind noch am gleichen Tag getrocknet und eingelagert und sind so fertig zum Versand für die Produktion. Rund um La Gacilly befinden sich die Felder von Yves Rocher auf denen die Pflanzen angebaut werden, die in dieser Klimazone wachsen können. Auch hier wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Wir wurden überall herumgeführt und wurden ausgiebig informiert, wie der Anbau der Pflanze bis zum fertigen Produkt abläuft und was dazu alles beachtet werden muss. Sehr informativ und wenn ich heute ein Produkt von Yves Rocher in der Hand halte auf dem steht- La Gacilly France- sehe ich das nun mit ganz anderen Augen!

Le herbarium

Beeindruckt begaben wir uns zum Mittagessen ins „Le Vegetarium …ja schon wieder Essen! Das Lokal, mitten im Ort gehört ebenfalls zum Yves Rocher Hotel und hier wird die gleiche Philosophie wie im Hotel zelebriert. Hier lässt sich auf der sonnigen Terrasse fein speisen. Wer will kann sich auch rein setzen, dort sah es ähnlich aus wie im Hotelrestaurant. Direkt daneben befindet sich der Yves Rocher Shop, den wir anschließend besuchten.

Mittag le veg

Vom Stuhl aufgestanden mit vollen Bäuchen (es gab immer 3 Gänge!… Frankreich halt…hier wird geschlemmt bis der Arzt kommt) fielen wir 3 Schritte weiter in den Shop. Ich kam aus dem Staunen nicht raus. So einen Shop habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. In Frankreich hat die Marke einen ganz anderen Status als bei uns. Der Shop ist sehr großzügig gestaltet, wunderschön dekoriert, die Waren ansprechend präsentiert und picobello sauber. Ein großes Angebot an dekorativer Kosmetik und natürlich auch Produkte bzw. Düfte/Sorten /Farben, die es in D so nicht gibt. In D sind die Shops im Franchise Sytem aufgebaut. So gibt es zwar einen vorgegebenen Rahmen, letztendlich steht und fällt so ein Shop jedoch mit dem Betreiber.

Dazu ist hier ein Spabereich angeschlossen in dem Behandlungen angeboten werden. Ein Nebenraum zur Maniküre und Schminktische um Looks auszuprobieren. WOW! Eine richtige Beauty Oase 🙂 In Paris gibt es einen neuen Flagship Store, falls ihr mal dorthin kommt, solltet ihr den euch mal ansehen, der toppt alles;-)

Shop

Da es gerade eine 50% Aktion gab, haben wir uns auch hinreissen lassen, ein wenig zu shoppen 🙂

Voll mit Input sind wir zurück ins Hotel gefahren, etwas platt von der Hitze waren wir alle sehr glücklich, dass es ein Treatment nach Wahl mit Yves Rocher Produkten im hoteleigenen Spa gab. Das weckte wieder die Lebensgeister in uns. Und jeder der aus der Kabine kam hatte ein tiefenentspanntes Grinsen im Gesicht. Ich kam in den Genuss einer „Anti Age Global“ Behandlung und mein Teint war danach wieder frisch und strahlend…hach, ich sollte mir das einfach öfters gönnen, danach bin ich echt entspannt. Meist mache ich das nur im Urlaub, da dann der Kopf auch mal auf off geklickt werden kann und nicht schon wieder ständig daran denke, was noch erledigt werden muss.

Spa

Nach der Behandlung hatten wir noch Zeit bis zum Abendessen und wer Lust hatte konnte sich noch ein wenig in einem der beiden Pools tummeln.

Swim

Am nächsten Morgen, war der Plan noch gemeinsam ein Baum auf dem Grundstück des Hotels zu pflanzen, was aber aufgrund der heißen Jahreszeit einfach nicht möglich war, er wäre dann einfach nicht angewurzelt und das macht ja auch keinen Sinn. Also gab es alternativ 2 schwarze Joannisbeersträucher, die von uns unter fachkundiger Anleitung in die Erde gesetzt wurden. Ein schöner Gedanke so etwas zu hinterlassen, was dann hoffentlich Früchte trägt 😉

Anschließend gab es noch eine Baumkuschelaktion, denn die Yves Rocher Foundation hat aktuell die Aktion #IloveTrees laufen. Bei jedem hoch geladenen Foto in dem ihr einen Baum umarmt, pflanzt Yves Rocher einen weiteren Baum.mWenn ihr nach dem Hochladen auf ilovetrees.eu dies auch noch auf euren Social Media Channels teilt, wird ein weiterer Baum gepflanzt. Anleitung findet ihr auf der verlinkten Webseite von ilovetrees.eu. Coole Idee, fanden wir und waren natürlich dabei!

tree

Nach dem Mittagessen hieß es Koffer packen und die Heimfahrt antreten -wir waren alle etwas traurig, dass die Zeit schon wieder vorbei war. Die Gegend ist einfach wunderschön, wir wurden sehr herzlich überall empfangen und wir hatten unheimlich viel Spaß miteinander und wirklich viel zu lachen. Ich habe die Mädels anfänglich erst mal ganz schön vermisst 😉

Dabei waren von links nach Rechts: FroschgrünMadame Keke, ich, Sabine von Yves Rocher, Michelle vom PR Team und Leonie Löwenherz

Gruppe

Eine interessante Reise, sehr spannend hinter die Geschichte der Marke zu blicken und mit allen Sinnen zu erleben, wie ein ganzer Ort davon lebt. Wo kann man so etwas besser als direkt vor Ort? Ich bin mit viel Input und sehr bereichernd wieder nach Hause gekommen und eins steht fest…in die Bretagne muss ich unbedingt mal für länger!

Kanntet ihr die Entstehung der Marke? Findet ihr so etwas interessant? Wusstet ihr, dass Yves Rocher auch ein Eco Hotel betreibt? Wenn ihr noch Fragen habt, gerne her damit, was ich nicht beantworten kann, leite ich auch gerne weiter;-)

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Happy Holiday! Meine komplette Urlaubspflege in Thailand.

In Thailand brennt einem die tropische Sonne schon ordentlich auf den Pelz. Selbst im Schatten ist ein hoher Lichtschutzfaktor notwendig, sonst ist man schnell verbrannt. Da musste für 3 Wochen erst mal ordentlich Sonnenschutz mit. Bei der Auswahl der Sonnenschutzprodukte für das Gesicht war mir besonders wichtig, dass sie parfümfrei sind, da ich gerade bei Sonnenschutz sensibel reagiere und oft eine Sonnenallergie bekomme und dann mich dann diese fiesen kle inen Pusteln plagen.

Sun care

Mit dem Eucerin Sun Spray transparent mit LSF50 hatte ich im letzen Thailand Urlaub schon gute Erfahrung gemacht. ist transparent, klebt nicht, hinterlässt einen Film, der aber nicht unangenehm ist, guter Schutz. Besonders der Mann mochte es gerne, er hasst sonst Sonnenmilch eher. Ich fand sie besonders gut bevor ich zum Baden ins Meer gegangen bin, gerade für Schulter und Rücken. Kleiner Nachteil: pflegt nicht so intensiv wie eine Creme.

Das Eucerin Sun Gel Creme mit LSF 50 ist ein guter Schutz für Gesicht und Décolleté und wurde auch vom Mann gerne im Gesicht verwendet. Es weißelt wenig, ist nicht fettig schmierig und zieht gut ein, dennoch sehr reichhaltig. Die Textur empfand ich jedoch schon eher cremig als gelig.

Eucerin bekommt ihr in der Apotheke, ist parfumfrei und auch geeignet, wenn ein Hang zur Sonnenallergie oder Mallorca Akne vorhanden ist.

Die Dermasence Solvinea mit LSF 30 mochte ich sehr, die Textur hat mir richtig gut gefallen. Nicht klebrig oder schwer, fast schon mehr Lotionsartig und zog gut ein ohne Weißeln, versorgte den Körper sehr gut mit Feuchtigkeit. Hier würde ich mir noch eine Ausführung mit LSF 50 wünschen. Nano-und emulgatorfrei. Klasse Produkt!

Den Sonnenschutz mit LSF50 für das Gesicht aus der gleichen Serie mochte ich ebenfalls sehr gerne. Er ist mit einem Pumpsspender versehen, ließ sich super doiseren und hatte ebenfalls eine sehr angenehme, leichtere Textur. Auch hier wurde das Gesicht reichlich mit Feuchtigkeit versorgt. Es klebte nicht und lag nicht beschwerend auf der Haut. Darunter habe ich meist das Dermasence Refining Gel aufgetragen, da ich tagsüber unter dem Sonnenschutz nicht noch eine klassische Tagespflege aufgetragen habe. Beide Sonnenschutzprodukte haben einen UVA/UVB Breitbandfilter und sind beide parfümfrei. Dermasence ist in Apotheken erhältlich.

La mer SUN Sonnengel mit LSF 50 ebenfalls mit UVA/UVB Filtern ausgerüstet, ist für Gesicht und Körper geeignet. Habe ich gerne für das Décolleté verwendet und auch im Gesicht. Hier irritierte mich die Bezeichnung Gel auch auch etwas. Es ist für mich eher eine milchig weiße, nicht fettende Lotion, jedoch auch relativ leicht in der Textur und angenehm im Gesicht zu verwenden. Auch hier parfumfrei und sehr gut bei sensibler Haut verträglich. Ebenfalls für mich ein Nachkaufprodukt. La mer ist ebenfalls in Apotheken erhältlich.

Die Babor Anti Aging Sun Care mit LSF 50 habe ich anfänglich verwendet, bevor ich zur Solvinea mit LSF30 gewechselt habe. Die Lotion für den Körper ist sehr reichhaltig, die Textur etwas „schwerer, bietet jedoch richtig guten Schutz, auch im Wasser. Was mir persönlich nicht so gefiel ist, dass sie etwas nachklebte und nicht so schnell einzog, weißelte auch etwas. Dafür versorgte sie die Haut intensiv mit Feuchtigkeit. Enthält Duftstoffe, was mir beim Körper jedoch nichts ausmacht. Babor ist online oder bei ausgewählten Kosmetikstudios erhältlich.

Beim Sonnenschutz habe ich alles gut vertragen und hatte keinerlei Hautirritationen. Auch wenn schon 1000Mal gehört, aber bitte cremt euch oft und reichlich mit hohem Sonnenschutz ein, eure Haut wird es euch danken! Es ist zudem die beste Anti Ageing Vorsorge!

Genauso wichtig wie der Sonnenschutz ist die Pflege danach. Das Salzwasser und die Sonne können die Haut ganz schön austrocknen. Zudem duschten wir 2 Mal täglich, manchmal sogar 3 Mal, da wir teilweise bis 42° hatten und eine Luftfeuchtigkeit von 90%. Da war man mehrmals täglich richtig durchgeschwitzt 😀

Die After Sun Produkte, unten rechts in der Kollage, bestanden u.a. aus dem Eucerin After Sun Creme Gel. Auch hier für mich optisch eher ein cremiges Produkt, sehr reichhaltige Textur, parfümfrei, kühlte angenehm die Haut und versorgte sie mit einer ordentlichen Portion Feuchtigkeit.

Im Gesicht habe ich als After Sun wieder das parfumfreie, transparente Refining Gel von Dermasence benutzt, ist auch sehr gut als Maske verwendbar. Die Haut wird intensiv und schnell regeniert und es wirkt angenehm kühl. Zieht gut ein und es lässt sich danach auch eine weitere Pflege, Foundation, getönte Tagescreme etc. auftragen. Das Refining Gel ist mein absolutes Must Have und ist auch in meiner Alltagspflege nicht mehr weg zudenken! Große Liebe!

Die Babor After Sun für den Körper mochte ich total, sie ist geschmeidig, macht die Haut glatt und seidig weich. Gibt ebenfalls ordentlich Feuchtigkeit und ist gut aufzutragen zieht auch sehr schnell ein.

Care

Meine abendliche Gesichtspflege:

Gereinigt habe ich meine Haut mit dem PAI Camelia Rose Gentle Hydrating Cleanser. Der war noch angebrochen und ich wollte für die Zeit keine Riesenflasche Reinigung mitschleppen. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich den mag. Habe ich gern zusammen mt dem Konjac Sponge verwendet. Ist in einem Pumpsspender und lässt sich quick und easy anwenden. Das Augen Make up, was ich abends im Urlaub minimal aufgetragen hatte, habe ich damit ebenfalls entfernt. Jedoch dann mit Wattepad. Biozertifiziert.

In Thailand hatte ich mir von Kanebo einen parfumfreien Toner aus der Freshel Linie gekauft, da mir dann doch ein derartiges Produkt in der Pflege fehlte und ich auch kein Gesichtswasser dabei hatte…irgendwie total vergessen. Erfrischt, holt den letzten Rest runter und bereitet die Haut optimal auf die Pflege vor. Enthält allerdings auch Alkohol, hatte ich zu spät entdeckt, ist aber selbst für mich gut verträglich und brennt auch nicht.

Nach der Reinigung durfte das  Dermasence Hyaluron Konzentrat meine Haut verwöhnen, was ich praktisch als Serum verwendet habe. Ebenfalls im Pumpsspender und da konzentriert, genügt eine kleiner Klecks für das Gesicht für einen Extrapflegekick für die Haut.

Für die Augenpflege habe ich mir noch ein Tübchen des Volume Fillers von Eucerin vor Ort gekauft (Die Thais stehen total auf Eucerin, da gibt es eine riesige Auswahl). Die Augenpflege hat mich überrascht, da hat sich tasächlich etwas getan nach dreiwöchiger Anwendung. Ich habe das Gefühl, die nicht mehr ganz so straffe Haut unter den Augen wirkt wirklich etwas aufgepolstert. Ich bin ja knapp 50 und da freut man sich wenn man morgens aufwacht nd mit den Augenringen nicht mehr Seilspringen kann 😀  Pflegt zudem ordentlich, mochte ich!

Von der M.Asam Aqua Intense Supreme Hyaluron Creme, habe ich euch auch schon mal vorgeschwärmt und sie auch schon auf dem Blog vorgestellt. Wunderbare leichte, kühlende Textur, überhaupt nicht beschwerend, tolle Sommerpflege, dazu parfümfrei. Eine Wohltat diese abends nach einem Tag in der Sonne auf die Haut aufzutragen. Langanhaltende Feuchtigkeitsbombe und entknittert sichtbar 😉 Die hat sogar mein Mann mit Freude mitbenutzt und war begeistert. Eine meiner Liblingscremes von Asam, die ich unbedingt wieder nachbestellen muss.

Die Haare wurden natürlich auch öfters als sonst gewaschen, auch diese mussten aufgrund der Hitze und Baden im Meer, zweimal täglich gewaschen werden. Im Urlaub werden meine Haare schnell noch spröder als sonst und vor allem bleicht die Coloration bei mir dann immer extrem aus.

Hier hatte ich von L`Occitane ein wunderbares Duo im Gepäck, in das ich mich direkt nach der ersten Anwendung verliebt habe….ach was heißt verliebt, regelrecht verknallt! Dazu ist die Haarpflege slikonfrei.

Das Duo mit dem Repair Shampoo und dem reparierenden Haaröl ist echt der Knaller. Das Shampoo ist sehr ergiebig und es wird nur eine kleine Menge benötigt. Ich habe in den 3 Wochen gerade mal das obere Drittel der Flasche verbraucht, bei 2 mal täglich waschen. Normal brauche ich da oft 2 Flaschen Shampoo im urlaub. Es schäumt schön fein auf, der Schaum ist dann auch recht kompakt und pflegt das Haar beim Shampoonieren schon sehr gut.

Enthält 5 ätherischen Ölen (Ylang Ylan, Süßorange, Lavendel, Geranie, Engelwurz) und Aminosäuren pflanzlichen Ursprungs, Vitamin B5 und hilft die Haarfasern zu stärken.

Das Öl aus der Linie ist die perfekte Ergänzung. Es kann über Nacht als Kur, vor dem Haarewaschen oder nach dem Haare waschen als Leave in verwendet werden. Meine Haare waren damit geschmeidig, seidig glänzend wie in noch keinem Urlaub! Zudem ist die Haarfarbe auch nicht so ausgeblichen und sah selbt nach 3 Wochen noch frisch aus, das war sonst auch anders. Es ist auch nicht beschwerend und lässt die Haare auch keinefalls schmierig aussehen! Der Duft der Produkte ist zudem süchtigmachend. Ich hatte sonst oft schon das Kerastase Shampoo, mit Spülung und Öl und Ich muss sagen, dass mir L`Occitane deutlich besser gefällt, auch preislich 🙂  Das Duo im Set kostet 37,50€. Hierfür gibt es beide Däumchen hoch und wandert auf meine Nachkaufliste…muss ich wieder haben, nicht nur für den Urlaub!

Falls ihr noch eine schöne Badetasche sucht, ich hatte vor dem Urlaub auf der Suche danach den Dawanda Onlineshop Fünfundsiebzig entdeckt. Die Betreiberin näht auch auf Wunsch und nicht nur Badetaschen und das zu moderaten Preisen.


PicMonkey Collage

Meine Badetasche hat innen ein Wachstuch, was sehr praktisch war, gerade mit dem ganzen Sonnenschutz, so verfleckt man sich nichts, da einfach abwaschbar. Praktisch zu tragen durch die breiten Bänder und es passt wirklich alles rein was man so braucht für einen Tag am Beach 😉 Und zu Hause dient sie prima als Shopper beim Wocheneinkauf! Lässt sich auch wenden und das Wachstuch mit den Punkten nach außen tragen. Liebevoll gemacht sind auch die Brillenetuis, innen Filz außen Wachstuch, so war die Brille ebenfalls am Strand gut geschützt. Und das Design ist einfach zuckersüß 🙂 Sie näht noch viele andere hübsche und dekorative Dinge, Lieferung war zuverlässig und der Kontakt sehr nett;-)

Habt ihr Urlaub Produkte Must Haves? Kennt ihr etwas von den vorgestellten Produkten? Wie wichtig ist euch hoher Sonneschutz? Habt ihr Urlaub geplant? Wo geht es bei euch denn so hin?

Dalla Palme sign.