„Immer wenn Du meinst es geht nicht mehr,…….


…..kommt von irgendwo ein Lichtlein her“!

Dieser Spruch auf einem kleinen Holzbrettchen hing bei meiner Oma in der Küche, ich weiß nicht wieviele Jahrzehnte-vor meiner Geburt bestimmt auch schon. Man sieht es ihm an, dass es schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat und besonders schön ist es auch nicht, aber darum geht es nicht.

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Meine Oma war eine Kämpferin, aufgeben gab es nicht, jammern auch nicht und sie hatte sehr schwere Zeiten durchgemacht. Meine Oma war der wichtigste Mensch in meinem Leben und mein großes Vorbild. Wenn ich nicht mehr weiter wusste, machte sie mir Mut und zeigte immer auf das Holzbrettchen mit dem Spruch über der Küchentür! Und siehe da es kam immer ein Lichtlein…manchmal dauerte es, manchmal ging es einen Umweg, manchmal wurde es schneller wieder hell als ich vermutet hätte.

Das kleine Holzschildchen ist nun schon seit einigen Jahren in meiner Wohnung. Es steht in einem Regal neben einem Bild meiner Oma. Wenn mich mal wieder Zweifel und Sorgen überkommen, höre ich in meinem Kopf Oma`s Stimme, schaue das Holzbrettchen an und denke: „Jawoll, aufstehen Krone richten und weitermachen!“

Alles hinschmeissen oder weitermachen? Weitermachen! So wie bisher? So geht es nicht, es muss sich etwas ändern! Über wei Jahre habe ich gebraucht um das zu begreifen. Um in mich hineinzuhören und hinzuschauen was der Körper und die Seele mir aufzeigen und ich erfolgreich oder besser gesagt erfolglos jahrelang verdrängt habe. Dadurch ist einiges zusammengekommen und der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.

Nun sitze ich da im Scherbenhaufen und schaue mir die Scherben an, fange an sie wieder zusammenzusetzen, habe lange nach Kleber gesucht, der das auch schafft. Mittlerweile finde ich es gar nicht mehr schlimm, dass dabei hier und da ein Stück nicht mehr so passt, dass die Oberfläche nicht mehr so glatt ist, vielleicht sogar ein Stückchen fehlt.

Dinge zu akzeptieren, die sich nicht ändern lassen und schon gar nicht dadurch, dass man sie ignoriert. Mit lebenslangen Schmerzen und Einschränkungen leben zu müssen ist besser als gar nicht leben. Schließlich habe ich auch gute Tage. Das soll hier kein Jammerpost werden!! Auch werde ich nicht weiter dazu eingehen, was ich denn nun genau alles für Krankehiten habe. Darüber möchte ich mich nicht definieren. Ich möchte euch nur mitteilen, ich musste erst mal wieder klarkomme, durchschnaufen mit allem was die letzten zwei Jahre auf mich einbrach und ich musste lernen meine Krankheiten zu akzeptieren. Welche Möglichkeiten habe ich, diese positiv für mich zu beeinflussen. Ich lerne nicht immer MÜSSEN zu müssen, wenn es gerade nicht geht. Mir mehr Aufmerksamkeit zu schenken und mehr auf mich zu achten.

Deshalb war es die letzten Monate auf dem Blog so ruhig. Mir fehlte die Motivation, die Kraft und zudem lassen meine körperlichen Einschränkungen nicht mehr alles zu.

Ich habe auch lange überlegt überhaupt weiter zu machen mit dem Blog. Es kostet eine Menge Zeit und Energie und für mich jetzt noch mehr Kraft. Ich muss mehr Pausen machen. Ist es das alles noch wert? Wer liest hier noch? Meine Bloggerkollegen sind alle am Jammern, dass auf den Blogs die Leserzahlen zurückgehen, kaum noch Kommentare geschrieben werden, einfach kaum noch Feedback zurückkommt. Woran liegt es? Weil auf Instagram alles viel schneller geht, mal ein Herzchen dagelassen oder 2-3 Worte? Ich liebe Instagram auch und habe es die letzten Monate noch intensiver genutzt, als Ersatz zu Hier. Ganz ohne konnte ich einfach nicht, denn Bloggen macht mir eigentlich Spaß. Doch vieles lässt sich nicht einfach quadratisch, praktisch gut in Instagram darstellen. Oft braucht es mehr! Vor allem euch, die ihr aktiv mitwirken könnt. Woher sollen wir Blogger wissen ob das Thema, nun interessant war oder nicht, was konntet ihr davon für euch mitnehmen oder was kannst Du als Einzelner noch ergänzen? Wir erfahren das nur durch eure Kommentare! Ja, das interessiert uns und ist unser „Lohn“ wie der Applaus des Schauspielers auf der Bühne.

Das Leben ist bunt, der Blog hier soll es auch wieder werden. Ich möchte mich nicht nur auf ein Thema beschränken. Jeder hat mehrere Interessen. Jeder isst, verwendet Kosmetik- mehr oder weniger, verreist ob nah ob fern, dekoriert sein Heim gemütlich und mag vielleicht auch Pflanzen? Ich möchte jedenfalls mehr Dinge tun, die mir Spaß machen und die mir gut tun. Ich will nicht mehr immer nur MÜSSEN!

Wie achtsam bist Du mit Dir? Ist es wirklich so, dass man es oftmals erst begreift wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird? Hast Du schon mal rechtzeitig die Notbremse gezogen? Ach, ja und noch etwas: etwas zulassen, sich einzugestehen und sich zu verzeihen und zu erkennen, ist keineswegs schwach oder hat etwas etwas mit Versagen zu tun, ganz im Gegenteil! Wir sind keine Maschinen, die nur eine Inspektion brauchen damit der Motor wieder schnurrt! Und lasst euch keinesfalls ein altes Back Up aufspielen;-)

Ich bin gespannt was ihr zu erzählen habt!

Eure

Claudia

 

 

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7 Gedanken zu “„Immer wenn Du meinst es geht nicht mehr,…….

  1. Hallo Claudia, schön von dir zu hören. Ich bin leider auch kein Blog Leser, dazu fehlt mir einfach die Zeit und oft auch das Interesse. Aber heute früh habe ich nach langer Zeit dein mail bekommen und rein geschaut.
    Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft und hoff, dass es dir bald wieder besser geht und du auch wieder in die Ferne reisen kannst.
    Viele Grüße, Sabine

  2. Fühl dich ganz lieb gedrückt von mir. Ich bleibe weiter treue Leserin, ob hier oder bei Instagram, egal wie oft etwas von dir kommt. Einfach weil ich dich und deine Posts mag.

    Ich denke, dass ich in den letzten Jahren sehr achtsam geworden bin. Ich bin zwar erst Mitte dreißig, habe aber in den letzten Jahren in der Familie vieles gesehen durch Krankheit und altersbedingten Abbau, den ich so nicht erleben möchte. Ich weiß für mich, dass ich bei Krankheit nicht einfach resignieren sondern trotzdem das Leben genießen möchte. Derzeit geht es mir auch nicht besonders gut, aber ich freue mich über jeden Tag, an dem es mir gut geht, die Sonne scheint, mein Kind lacht usw,

    Liebe Grüße

  3. Hallo Claudia!
    Ach Gott, erst mal: Lass Dich einfach drücken.

    Dann zu den Dingen, die Du da so geschrieben hast. Ich habe selbst meinen Blog auf Urlaub geschickt, wegen dem Datenschutzgedritz, ich fühle mich so allein einfach damit überfordert. Und ich habe dann in den Monaten jetzt festgestellt, dass mir lesen wieder mehr Freude macht, ich kann ja immer noch rezensieren, muss aber nicht 🙂 Und ich muss auch nicht irgendwelche Tests schnellstens innerhalb in einer Zeitspanne online stellen, mit Bildern etc. Auch schön! Ich weiß auch jetzt und hier echt noch nicht, ob ich den Blog wieder reaktiviere, mal schauen…

    Ansonsten ist das doch wirklich so, man denkt immer, ach wird schon, bald gehts besser und dann fällt man auf die Nase, hat keine Kraft mehr, ist „durch“… Und dann denkt man um. Hab ich auch alles hinter mir. Das Wörtchen nein lernen, mal egoistisch sein, das haben wir verlernt, es war lange Zeit einfach nicht politisch korrekt. Damit verschreckt man auch Leute. Aber das sind die, die selber total egoistisch sind, einen vereinnahmen. Braucht man die? Nö!

    Einige wenige Menschen sind mir wichtig, die würden aber auch nie was einfordern, schon gar nicht meine Aufmerksamkeit, wenn ich selbst gerade Probleme, ernster Natur, habe. Dazu gehört mein Mann, meine Schwiegis und unser Kater. Und halt wirklich eine sehr überschaubare Anzahl Freunde, Herzensmenschen schon seit langem.

    Und zum Abschluss noch mal eine Umarmung und ein Lächeln 🙂 Mach einfach so, wie DU willst und kannst 🙂

    Liebst
    Bine

  4. Liebe Claudia! Ich freue mich wieder hier von dir zu lesen. Ich wünsche dir für deine Gesundheit das Allerbeste. Deine treuen Leser haben auch Verständnis für dich, dass du erstmal eine Auszeit brauchtest.
    Es fällt jedem Menschen schwer sich mit neuen Umständen negativer Art abzufinden und sich neu zu sortieren.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nach jeder trüben Phase auch wieder schöne Zeiten kommen.
    Alles Gute für dich und deinen Herzmann.
    Liebe Grüße Elke

  5. Wie schön von dir zu lesen! Fühl dich gedrückt und ich wünsche dir alles Gute für deine Gesundheit! Ich war schon immer eine treue Blogleserin und werde es auch bleiben, auch wenn Instagram uns Bloggern das Leben schwer macht. Das soll nicht der Grund sein, seinen Blog in den man jahrelang Herzblut gesteckt hat auszugeben. Man muss ja nicht regelmäßig bloggen oder sich gar auf ein thema beschränken. Das mache ich schon lange nicht mehr.

  6. Liebe Claudia,
    ich kann mich da meinen Vorrednerinnen nur anschliessen, bessere Worte hätte ich nicht finden können für das was schon gesagt wurde.
    Let it flow….
    Ich mag Instagram auch persönlich gerne, habe aber immer mal wieder auch auf deinem Blog gelesen. Bin unschlüssig was ich da lieber mag oder nicht 😀
    Liebe Grüsse an dich 😀

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